Deutschlandticket.de - Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: 07.08.2026
Allgemeine Geschäftsbedingungen für den Erwerb von Deutschlandtickets im Online-Vertrieb
§ 1 Allgemeines und Geltungsbereich
(1) Die vorliegenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB“) gelten für die Nutzung des Onlineshops „deutschlandticket.de“ und den zugehörigen mobilen Anwendungen „Deutschlandticket.de App“ im Google Play Store und „App deutschlandticket.de“ im Apple App Store (nachfolgend auch nur „Onlineshop“) sowie den Erwerb und die Verwaltung des Deutschlandticket-Abonnements über den Onlineshop.
(2) Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher, weiblicher und diverser Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.
(3) Kunden im Sinne dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen sind sowohl Verbraucher als auch Unternehmer, die im Onlineshop ein Kundenkonto anlegen und/oder ein Deutschlandticket-Abonnement im eigenen Namen abschließen.
(4) Verbraucher ist jede natürliche Person, die zu einem Zwecke handelt, der überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden kann (vgl. § 13 BGB). Unternehmer im Sinne dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen sind natürliche oder juristische Personen oder rechtsfähige Personengesellschaften, die in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handeln (vgl. § 14 BGB).
(5) Die für den Vertragsschluss und für die Durchführung des Vertrages maßgebliche Sprache ist ausschließlich Deutsch.
§ 2 Anmeldung / Anlegen eines Kundenkontos
(1) Um das Deutschlandticket-Abonnement bestellen zu können, muss der Kunde ein Kundenkonto im Onlineshop eröffnen. Bei der Eröffnung eines Kundenkontos muss der Kunde nachfolgende Daten wahrheitsgemäß angeben:
- a. Name, Vorname
- b. vollständige Adresse
- c. Geburtsdatum
- d. E-Mail-Adresse
- e. Vergabe eines Passwortes
- f. Angaben einer Bankverbindung bzw. eines zugelassenen Zahlungsmittels
(2) Der Kunde wird die Angaben aktuell halten und etwaige Änderungen unverzüglich in seinem Kundenkonto entsprechend aktualisieren.
(3) Die Eröffnung eines Kundenkontos ist unentgeltlich. Sie erfolgt gemeinsam mit der Bestellung des Deutschlandticket-Abonnements. Endet ein Deutschlandticket-Abonnement nachträglich oder scheitert der Erwerb des Deutschlandticket-Abonnements nach Eröffnung eines Kundenkontos, bleibt das Kundenkonto davon grundsätzlich unberührt. Im Übrigen gilt § 3 dieser AGB.
(4) Mit der Eröffnung des Kundenkontos bestätigt der Kunde volljährig zu sein oder mindestens das 14. Lebensjahr vollendet zu haben und mit der Einwilligung seiner gesetzlichen Vertreter zu handeln.
(5) Bei einer juristischen Person muss die Eröffnung des Kundenkontos durch eine unbeschränkt geschäftsfähige und vertretungsberechtigte natürliche Person erfolgen. Der Abschluss eines Kundenkontos und Deutschlandticket-Abonnements bei juristischen Personen kann von einer Einzelfallprüfung und gesonderten Freigabe abhängig gemacht werden.
(6) Der Nutzungsvertrag über das Kundenkonto im Onlineshop kommt mit der Transdev Vertrieb GmbH, Markt 10, 04109 Leipzig, Impressum (nachfolgend auch nur „Transdev Vertrieb“) zustande.
(7) Die Zugangsdaten einschließlich des Passworts sind vom Kunden geheim zu halten und unbefugten Dritten nicht zugänglich zu machen.
(8) Es liegt weiter in der Verantwortung des Kunden sicher zu stellen, dass der Zugang zum Onlineshop und die Nutzung der zur Verfügung stehenden Dienste ausschließlich durch den Kunden erfolgen. Steht zu befürchten, dass unbefugte Dritte von den Zugangsdaten Kenntnis erlangt haben oder erlangen werden, ist die Transdev Vertrieb unverzüglich zu informieren. Dasselbe gilt für die unberechtigte Nutzung der App. Der Kunde haftet für jedwede Nutzung und/oder sonstige Aktivität, die mittels der Zugangsdaten bzw. eines unberechtigten Zugangs ausgeführt wird, nach den gesetzlichen Bestimmungen.
§ 3 Deaktivierung und Löschung des Kundenkontos
(1) Der Kunde kann seinen Nutzungsvertrag über das Kundenkonto jederzeit, ohne die Einhaltung einer Frist im Kundenbereich des Onlineshops löschen, soweit kein aktives Deutschlandticket-Abonnement besteht.
(2) Dem Kunden obliegt in diesem Fall die Pflicht zu prüfen, ob sich in seinem Kundenkonto noch Dokumente befinden und diese vor Löschung zu sichern. Offene Forderungen gegenüber dem Kunden (z.B. Abrechnung noch offener Abonnementbeiträge) bleiben von der Beendigung des Nutzungsvertrages über das Kundenkonto unberührt.
(3) Hat der Kunde kein aktives Deutschlandticket-Abonnement in den letzten drei oder mehr Monaten gehabt, kann Transdev Vertrieb das Kundenkonto mit einer Frist von 15 Kalendertagen zum Monatsende ordentlich kündigen. Absatz 2 gilt in diesem Fall entsprechend.
§ 4 Verlust und Missbrauch der Zugänge, Sperrung des Kundenkontos
(1) Stellt der Kunde einen Missbrauch seiner Zugangsdaten fest, ist er verpflichtet, dies unverzüglich in Textform per E-Mail an info@deutschlandticket.de oder schriftlich an Transdev Vertrieb zu melden. Bis zum Zugang der Meldung haftet der Kunde für die bis dahin entstandenen Forderungen. Die Transdev Vertrieb unterstützt den Kunden nach Erhalt der Meldung während ihrer Geschäftszeiten dahingehend, dass sein Kundenkonto für die Bestellung von Deutschlandticket-Abonnements sofort gesperrt wird.
(2) Darüber hinaus kann die Transdev Vertrieb den Zugang zum Onlineshop befristet (bis zur Klärung der zweifelhaften Vorgänge, maximal jedoch 90 Tage) sperren, wenn konkrete Anhaltspunkte vorliegen, dass der Kunde gegen diese AGB und/oder geltendes Recht verstößt bzw. verstoßen hat, oder wenn die Transdev Vertrieb ein sonstiges berechtigtes Interesse an der Sperrung hat. Bei der Entscheidung über eine Sperrung wird die Transdev Vertrieb die berechtigten Interessen des Kunden angemessen berücksichtigen und wird den Kunden nach Möglichkeit vorab informieren. Sofern der Verstoß nicht ausgeräumt wird oder bei einer erneuten Freigabe damit zu rechnen ist, dass der Kunde seine Verstöße fortsetzten wird, bleibt das Kundenkonto für die weitere Nutzung gesperrt und wird gemäß den Regelungen durch das Verkehrsunternehmen gekündigt.
(3) Im Falle der vorübergehenden bzw. dauerhaften Sperrung sperrt die Transdev Vertrieb die Zugangsberechtigung und benachrichtigt den Kunden hierüber per E-Mail, sofern die erforderlichen Kontaktdaten der Transdev Vertrieb mitgeteilt wurden.
(4) Im Falle einer vorübergehenden Sperrung reaktiviert die Transdev Vertrieb nach Ablauf der Sperrzeit die Zugangsberechtigung und benachrichtigt den Kunden mittels der mitgeteilten E-Mail-Adresse. Eine dauerhaft gesperrte Zugangsberechtigung kann nicht wiederhergestellt werden. Dauerhaft gesperrte Personen sind von der Teilnahme dauerhaft ausgeschlossen und dürfen sich nicht erneut anmelden.
§ 5 Verfügbarkeit und Änderungen von Diensten
(1) Es besteht ein Anspruch auf die Nutzung der über den Onlineshop verfügbaren Dienste nur im Rahmen der technischen und betrieblichen Möglichkeiten der Transdev Vertrieb. Die Transdev Vertrieb bemüht sich um eine möglichst unterbrechungsfreie Nutzbarkeit der angebotenen Dienste. Jedoch können durch technische Störungen (wie z.B. Unterbrechung der Stromversorgung, Hardware- und Softwarefehler, technische Probleme in den Datenleitungen) zeitweilige Beschränkungen oder Unterbrechungen auftreten.
(2) Die Transdev Vertrieb ist jederzeit berechtigt, im Onlineshop unentgeltlich bereitgestellte Dienste zu ändern, neue Dienste unentgeltlich oder entgeltlich verfügbar zu machen und die Bereitstellung unentgeltlicher Dienste einzustellen. Transdev Vertrieb wird hierbei jeweils auf die berechtigten Interessen des Kunden Rücksicht nehmen.
§ 6 Vertragsabschluss und Inhalt von Deutschlandticket-Abonnements
(1) Für das Deutschlandticket-Abonnement gelten die Tarifbestimmungen der Deutschlandtarifverbund-GmbH („DTV“) zum Deutschlandticket in der jeweils gültigen Fassung, welche aktualisiert unter dem folgenden Link zu den Tarifbestimmungen sind. Inhalt, Umfang, Laufzeiten sowie der Abopreis bzw. das Beförderungsentgelt des Deutschlandticket-Abonnements ergeben sich aus dem jeweils aktuellen Tarif.
(2) Im Rahmen der Bestellung muss der Kunde insbesondere die vorliegenden AGB sowie die geltenden Tarif- und Beförderungsbedingungen des Deutschlandtickets, sowie die Zahlungsbedingungen der gewählten Zahlungsart akzeptieren und die Datenschutzerklärung bestätigen. § 2 Abs. 4 und 5 dieser AGB gelten auch beim Erwerb des Deutschlandtickets entsprechend.
(3) Das Deutschlandticket ist ein tarifgebundenes Beförderungsticket. Der Inhalt steht innerhalb des Regelungsumfangs der bundesweiten Tarifbedingungen des DTV nicht zu freien Disposition einzelner Verkehrsunternehmen und wird gegenüber allen Kunden dieses Tarifangebots in gleicher Weise angewendet.
(4) Das im Onlineshop angebotene Deutschlandticket-Abonnement stellt kein verbindliches Angebot i.S.d. §§ 145 ff. BGB dar, vielmehr handelt es sich um eine Aufforderung an den Kunden zur Abgabe einer verbindlichen, zahlungspflichtigen Bestellung.
(5) Im Rahmen des Bestellprozesses kann der Kunde ein Deutschlandticket mittels Auswahl des Starttermins sowie der in § 2 Abs. 1 hinterlegten persönlichen Daten und Zahlungsdaten erwerben.
(6) Beim Erwerb des Deutschlandticket-Abonnements kann der Kunde sich selbst oder einen Dritten als Nutzer auswählen. Vertragshalter des Abonnements bleibt dabei stets der Kunde. Wählt der Kunde einen Dritten als Nutzer aus, wird das Deutschlandticket jedoch auf den Namen des Dritten ausgestellt und kann durch diesen genutzt werden. Der Drittnutzer muss eine natürliche Person sein. Die zur Verfügungstellung des Deutschlandtickets erfolgt an die EMail-Adresse, die der Kunde gem. § 2 Abs. 1 hinterlegt hat.
(7) Vor Bestellabschluss erhält der Kunde noch einmal zur Kontrolle eine Übersicht über die von ihm eingegebenen Daten. Er erhält Gelegenheit etwaige Fehler zu korrigieren oder die Bestellung abzubrechen. Der eigentliche Bestellvorgang wird erst mit Auswahl des Buttons „zahlungspflichtig bestellen“ abgeschlossen.
(8) Durch Anklicken des Buttons „zahlungspflichtig bestellen“ oder einer vergleichbaren Schaltfläche, gibt der Kunde ein verbindliches Angebot auf Abschluss eines Deutschlandticket-Abonnements ab.
(9) Der Vertragsabschluss erfolgt erst durch Rücksendung einer Bestätigung über den gewählten Auslieferungskanal (hier E-Mail) als Abo-Bestätigung, spätestens jedoch mit Ticketausstellung an die vom Kunden hinterlegten E-Mail-Adresse.
(10) Der Vertrag über das Deutschlandticket-Abonnement kommt mit der Transdev Verkehr GmbH, Am Silberpalais 1, 47057 Duisburg, Impressum als Kundenvertragspartner („KVP“) zustande. Die Transdev Vertrieb handelt hierbei als Vertreterin im Namen des KVP, einschließlich als Empfangsvertreterin, und ist Ansprechpartnerin im Zusammenhang mit dem Deutschlandticket-Abonnement.
(11) Beförderungsverträge kommen ausschließlich mit dem Verkehrsunternehmen zustande, das die konkrete Beförderungsleistung tatsächlich erbringt. Im Übrigen wird auf § 10 Abs. 8 dieser AGB verwiesen.
§ 7 Preis und Zahlungsmodalitäten
(1) Der Preis/das Beförderungsentgelt des Deutschlandticket-Abonnements richtet sich nach dem jeweils aktuellen Tarif gem. § 6 Abs. 1 dieser AGB bzw. Link zu den Tarifbestimmungen. Das Deutschlandticket wird zum jeweils gültigen Tarif monatlich ausgestellt und abgerechnet. Beträge sind im Voraus für den jeweiligen Abrechnungszeitraum fällig.
(2) Die Zahlung erfolgt über die im Bestellprozess angebotenen Zahlungsarten. Ein Anspruch auf eine bestimmte Zahlungsart besteht nicht.
(3) Bei Zahlung per SEPA-Lastschrift erteilt der Kunde ein SEPA-Lastschriftmandat im Bestellprozess und gibt die dafür notwendigen Daten ein.
(4) Der Kunde verpflichtet sich, seine Zahlungsdaten auf dem jeweils aktuellen Stand zu halten und bei Änderungen in seinem Kundenkonto unverzüglich zu aktualisieren, um eine reibungslose monatliche Zahlung zu ermöglichen.
(5) Im Falle von unberechtigten Rücklastschriften oder sonstigen unberechtigten Rückbuchungen, und nur soweit kein Fall gem. nachstehendem Absatz 6 vorliegt, wird eine Mahngebühr in Höhe von EUR 2,50 zzgl. etwaiger von den Kartenorganisationen, Banken oder Zahlungsdienstleistern berechneter Gebühren gegen den Kunden berechnet, es sei denn, der Kunde hatte die unberechtigte Rückbuchung oder Rücklastschrift nicht zu vertreten. Handelt es sich um pauschalierte Beträge, steht dem Kunden der Nachweis eines geringeren Schadens frei. Weitergehende Ansprüche aus Verzug gem. § 286 BGB bleiben unberührt.
(6) Vorrang gesonderter Zahlungsbedingungen: Hat der Kunde im Bestellvorgang gesonderten Zahlungsbedingungen für die gewählte Zahlungsart zugestimmt, insbesondere abweichende Pauschalen von Zahlungsdienstleistern, gehen diese Zahlungsbedingungen dem vorstehenden Absatz 5 vor. Maßgeblich sind dann allein diese gesonderten Zahlungsbedingungen und eine zusätzliche Pauschale nach Absatz 5 wird dem Kunden nicht berechnet.
(7) Entscheidet sich der Kunde für die SEPA-Lastschrift als Zahlungsart, wird eine Bonitätsprüfung durchgeführt.
(8) Näheres zur Bonitätsprüfung sowie zu den jeweils im Zusammenhang mit dem Onlineshop und Erwerb des Deutschlandtickets eingeschalteten IT-, Zahlungsund sonstigen Dienstleistern kann der Datenschutzerklärung entnommen werden.
§ 8Kündigung und Umtausch/Erstattung
(1) Ein Umtausch oder eine Erstattung des Deutschlandtickets ist nicht möglich. Nach Ausstellung kann es nicht mehr geändert werden.
(2) Beide Parteien sind berechtigt, den Vertrag über das Deutschlandticketabonnement ordentlich zu kündigen. Die Kündigungsbestimmungen und Kündigungsfristen ergeben sich aus dem jeweils gültigen Tarif des DTV (vgl. § 6 Abs. 1 bzw. Link zu den Tarifbestimmungen).
(3) Der Kunde kann eine Kündigung beispielsweise bequem im Kundenkonto vornehmen, das Kündigungsformular nutzen oder sich per E-Mail an info@deutschlandticket.de unter Angabe seiner Vertragsdaten, insbesondere seiner Deutschlandticket-Vertragsnummer, an Transdev Vertrieb als Vertreterin des KVP wenden. Soweit auch in der zugehörigen mobilen Anwendung eine Kündigungsfunktion bereitgestellt ist, kann der Kunde eine Kündigung auch über diese Funktion erklären.
(4) Das Recht zur außerordentlichen fristlosen Kündigung bleibt unberührt.
(5) Ein wichtiger Grund für den KVP vertreten durch Transdev Vertrieb liegt insbesondere vor, wenn der Kunde sich mit fälligen Zahlungen in Verzug befindet und nach Zahlungsaufforderung unter Setzung einer angemessenen Frist zur Zahlung nicht leistet. Die Frist beträgt in der Regel zwei Wochen. Nach fruchtlosem Ablauf der Frist ist der KVP vertreten durch Transdev Vertrieb berechtigt, den Deutschlandticketvertrag fristlos zu kündigen. Im Falle einer Rücklastschrift gilt dies nicht, soweit der Kunde die Zahlungsstörung nicht zu vertreten hat. Die Entscheidung über die Kündigung erfolgt unter Abwägung der beiderseitigen Interessen.
§ 9 Speicherung von Vertragsdaten
(1) Die jeweiligen Bestellungen mit Einzelheiten zum geschlossenen Vertrag (z.B. Art des Tickets, Preis etc.) werden von der Transdev Vertrieb GmbH gespeichert. Über den Onlineshop hat der Kunde einen Zugriff auf seine Bestellungen für einen Zeitraum, zu dem der Onlineshop für den Erwerb des Deutschlandticket-Abonnements zur Verfügung steht. Die AGB können zudem jederzeit über die Website des Onlineshops aufgerufen werden.
(2) Im Hintergrundsystem werden die Abrechnungsdaten beginnend mit Ende des Jahres, in welchem der Verkauf getätigt wurde, gemäß den gesetzlichen Regelungen, gespeichert. Alles Weitere wird in der Datenschutzerklärung beschrieben.
§ 10 Haftung und gesetzliche Rechte
(1) Die Transdev Vertrieb und der KVP haften nach den gesetzlichen Bestimmungen
- a. bei einer Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit;
- b. bei einer vorsätzlichen oder arglistigen Pflichtverletzung;
- c. bei einer grob fahrlässigen Pflichtverletzung;
- d. bei einfacher Fahrlässigkeit in Bezug auf die Verletzung einer so wesentlichen Pflicht, dass deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung die Partei regelmäßig vertrauen darf (Kardinalpflicht);
- e. bei einer vertraglich übernommenen Garantie;
- f. und im Umfang einer gesetzlich zwingenden Haftung, insbesondere nach dem Produkthaftungsgesetz.
(2) Im Fall des vorstehenden Abs. 1 lit. d) und nur soweit nicht zugleich ein anderer Fall des Abs. 1 vorliegt, haften die Transdev Vertrieb und der KVP der Höhe nach nur für den bei Vertragsabschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden.
(3) Soweit kein Fall nach Absatz 1 besteht, ist die Haftung der Transdev Vertrieb und des KVP auf Schadensersatz und Ersatz vergeblicher Aufwendungen, gleich aus welchem Rechtsgrund, im Übrigen ausgeschlossen.
(4) Soweit die Haftung nach den vorstehenden Absätzen ausgeschlossen oder eingeschränkt ist, gilt dies auch zu Gunsten der Organe und Mitarbeiter sowie Erfüllungsgehilfen des KVP und der Transdev Vertrieb.
(5) Die Transdev Vertrieb als Betreiberin des Onlineshops übernimmt keine Haftung oder Garantie für die jederzeitige Erreichbarkeit oder Nutzung des Onlineshops. Die jederzeitige Verfügbarkeit des Onlineshops ist nicht Teil des geschuldeten Vertragsinhalts.
(6) Für den Inhalt der Webseiten der IT- und Finanzdienstleister, auf welche durch angegebene Links verwiesen wird, ist ausschließlich der jeweilige Dienstleister zuständig.
(7) Im Übrigen stehen den Kunden die gesetzlichen Rechte zu.
(8) Eine Haftung der Transdev Vertrieb oder des KVP für die seitens des jeweils befördernden Verkehrsunternehmens erbrachten Beförderungsleistungen besteht nicht. Die Verkehrsunternehmen handeln eigenverantwortlich und eigenständig sowie insbesondere weder im Auftrag noch auf jegliche sonstige Weisung oder Veranlassung der Transdev Vertrieb oder des KVP.
§ 11 Schlussbestimmungen
(1) Zur Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle bei Streitigkeiten aus einem Ticketabonnement ist die Transdev Vertrieb GmbH und der KVP weder bereit noch verpflichtet. Die Teilnahmepflicht oder Bereitschaft im Rahmen von Streitigkeiten aus Beförderungsverträgen über Beförderungsleistungen richtet sich demgegenüber nach dem Verkehrsunternehmen, das die konkrete Beförderungsleistung erbracht hat.
(2) Die Beziehungen zwischen den Vertragsparteien regeln sich ausschließlich nach dem in der Bundesrepublik Deutschland geltenden Recht, unter der Ausschluss der Verweisungsregeln des internationalen Privatrechts. Ist der Kunde Verbraucher, gilt diese Rechtswahl nur insoweit, als nicht der gewährte Schutz durch zwingende verbraucherschützende Vorschriften des Staates, in dem Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, entzogen wird.
(3) Die Anwendung des Übereinkommens der Vereinten Nationen über Verträge über den internationalen Warenverkauf (CISG) wird ausgeschlossen.
(4) Sofern der Kunde Unternehmer ist, wird bzgl. des Nutzungsvertrags zum Onlineshop vereinbart, dass Erfüllungsort der Hauptgeschäftssitz der Transdev Vertrieb ist. Ist der Kunde, der Unternehmer ist, zugleich Kaufmann, so wird zudem als ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit dem Kaufvertrag der Hauptgeschäftssitz der Transdev Vertrieb vereinbart. Die Transdev Vertrieb ist berechtigt, Unternehmer auch an deren allgemeinen Gerichtsstand zu verklagen.
(5) Sollten einzelne Bestimmungen dieses Vertrages ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam. Anstelle der unwirksamen oder undurchführbaren Vertragsbestimmungen werden die Vertragsparteien eine angemessene Regelung vereinbaren, die in wirtschaftlicher Hinsicht dem am nächsten kommt, was üblicherweise vereinbart worden wäre, wenn die Unwirksamkeit oder Undurchführbarkeit bekannt gewesen wäre. Die vorstehende Regelung gilt auch, wenn sich bei der Durchführung oder in der Auslegung des Vertrages eine ausfüllungsbedürftige Lücke ergibt.
(6) Beruht die Unwirksamkeit auf einer Leistungs- oder Zeitbestimmung, tritt an die Stelle der unwirksamen Bestimmung das gesetzlich zulässige Maß.